Geschichte des Teppichs

Teppichgeschichte – Der Ursprung der Teppiche

Mit der Erfindung der Garnspinnerei ist schnell das Weben aufgekommen. So entstanden die ersten Kelimteppiche: einfache Flachgewebe mit geometrischen Mustern, die auch heute noch aktuell sind. Wo und wie genau dann der Knüpfteppich „erfunden“ wurde, lässt sich nicht sagen. In der Literatur kursieren zahlreiche verschiedene Theorien über seine Entstehung, aber keine ist endgültig bewiesen. Sicher ist nur, dass es ihn schon seit über 2.500 Jahren gibt

Einer dieser Theorien zufolge beginnt die Geschichte des Knüpfteppichs in Zentralasien – etwa im Gebiet des heutigen Turkmenistan. Dort sollen Hirtennomaden die ersten Exemplare gefertigt haben; der flauschige Flor sollte Tierfell imitieren.

Einer weiteren Theorie zufolge ist das Knüpfen eine Weiterentwicklung der Sumak-Wirktechnik im armenischen Kulturraum. Bei der Sumaktechnik werden die Musterfäden um die Kettfäden geschlungen, sodass ein flacher, Kelim-artiger Teppich entsteht.

Der älteste bekannte handgeknüpfte Teppich ist der Pazyrik-Teppich, der zwischen dem 5. und 4. Jahrhundert vor Christus entstand und 1949 in Südsibirien gefunden wurde – in einem Hügelgrab im Altaigebirge. Durch den Frost ist der Pazyrik über die lange Zeit erstaunlich gut erhalten geblieben. Heute kann man ihn im berühmten St. Petersburger Kunstmuseum, der Eremitage, besichtigen. Der etwa 1,83 x 2 m große, fein geknüpfte und kompliziert gemusterte Teppich lässt darauf schließen, dass es zum Zeitpunkt seiner Entstehung bereits eine längere Knüpftradition gegeben haben muss. Ursprünglich soll er aus dem Kaukasus stammen und armenischer Herkunft sein.

Die Verbreitung des Teppichs

Nach Europa kamen die ersten Knüpfteppiche wohl durch Alexander den Großen; der Feldherr brachte sie um 330 v. Chr. von seinen Asienfeldzügen mit. Im Laufe der Zeit hat sich das Erscheinungsbild des Knüpfteppichs allerdings stark verändert. Im ersten Jahrtausend n. Chr. fanden einige Völkerwanderungswellen statt, mit ihnen verbreiteten sich auch Kultur und Kunsthandwerk. Sehr unterschiedliche Völker und Stämme in verschiedenen Regionen begannen also Teppiche mit ihren eigenen Mustern und Symbolen zu knüpfen, dabei bildeten sich verschiedene Stilrichtungen heraus.

Der typische handgeknüpfte "Perserteppich" gelangte im 15. Jahrhundert nach Europa: Damals ging der Senat von Venedig diplomatische Beziehungen mit dem turkmenischen Herrscher Uzun Hasan in Täbris ein. Begeistert berichtete der venezianische Botschafter von den prachtvollen Teppichen, die er im dortigen Palast entdeckte; einige davon waren sogar aus Seide.

Heute sind orientalische Teppiche weltweit für ihr ästhetisches Design und ihre traditionsreichen Muster bekannt. Und dafür, dass ausschließlich hochwertige, natürliche Materialien verarbeitet werden. Gleichzeitig verschließt sich der Orientteppich nicht gegenüber modernen Einflüssen. Traditionelle Muster wirken angenehm anders und frisch, wenn sie in aktuellen Wohntönen umgesetzt werden, neu kombiniert, verfremdet oder stark vergrößert. Gleichzeitig halten sie alte Traditionen aufrecht und schlagen so eine Brücke vom Gestern zum Heute.

 

 

 

 

Pazyryk – Eine Tradition, die nie zu Ende geht

Teppiche werden bereits seit mehreren Tausend Jahren gefertigt. Mit der Erfindung der Garnspinnerei ist schnell das Weben aufgekommen. So entstanden die ersten Kelimteppiche: einfa- che Flachgewebe mit geometrischen Mustern, die auch heute noch aktuell sind. Als man auf die Idee kam, in das Grundgewebe verschiedenfarbige Florfäden einzuknüpfen, eröffneten sich ganz neue, praktisch grenzenlose Möglichkeiten. Der Knüpfteppich war geboren.

Rund 2.500 Jahre zählt das älteste bisher bekannte Exemplar: der sogenannte Pazyryk-Teppich, der 1949 in Südsibirien gefunden wurde, in einem Hügelgrab im Altaigebirge in Zentralasien. Durch den Frost ist der Teppich über die lange Zeit erstaunlich gut erhalten geblieben. Heute kann man ihn im berühmten St. Petersburger Kunstmuseum, der Eremitage, besichtigen.

Der 1,83 m x 2 m große Teppich ist mit seinen rund 360.000 Knoten pro qm erstaunlich fein gearbeitet und zeigt bereits ein kompliziertes Knüpfbild: Elche und Reiter zieren die breite Bordüre; der Mittelteil besteht aus einem schachbrettartigen Sternmuster. Feinheit und künstlerischer Ausdruck des Teppichs lassen darauf schließen, dass es zum Zeitpunkt seiner Entstehung bereits eine lange Knüpftradition gegeben haben muss.

Nach Europa kamen die ersten Knüpfteppiche wohl durch Alexander den Großen. Der Feldherr brachte sie um 330 v. Chr. von seinen Asienfeldzügen mit. Leider sind nur wenige Teppiche der vergangenen Jahrhunderte erhalten geblieben.

Die alten Muster sind auch heute noch lebendig. Sie bestehen in traditionellen Knüpfungen fort oder werden in ganz neuen Tönen auf das Gewebe gebracht. Am anderen Ende des Knüpfspektrums stehen die Designerteppiche, die nicht nur moderne Muster, sondern auch neue Materialien in die Gestaltung einfließen lassen: Hanf zum Beispiel oder Nesselfasern.

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